Mittwoch, 15. Februar 2006

Seminar: Intelligenz und Begabung

Sollte man Kindern mit Migrationshintergrund das Sprechen in ihrer Muttersprache auf deutschen Schulhöfen verbieten??

Wir haben in meinem Drittfach, Deutsch als fremde Sprache, in letzter Zeit häufig darüber gesprochen, diskutiert und versucht dieses Problem, diese Fragestallung von allen Seiten, zu beleuchten. Und da dies ja nun nicht nur für angehende Deutschlehrer interessant ist, dachte ich mir schreibe ich Euch kurz eine Abriss dessen, was wir erarbeitet haben, zusammen.

Klar ist es für die Lehrer schwierig, wenn sie nicht verstehen, was die Kinder dort sprechen. Es könnten ja auch Schimpfwörter, Beschimpfungen gegen andere Kinder oder auch gegen die Lehrer selbst sein. Man möchte dann natürlich als Lehrkraft eingreifen können, schlichten oder gegebenenfalls zurechtweisen, was natürlich nahezu unmöglich erscheint, wenn man nicht versteht was die Kinder sagen.
In den Medien kam es in dieser Diskussion immer wieder zu Vermischungen.
Man sollte differenzieren zwischen einem Verbot auf dem Schulhof und dem Verbot im Unterricht ihre Muttersprache, zu sprechen. Für den Unterricht ist ein solches Verbot noch eher akzeptabel, als in der Pause. Schließlich sollen sie ja auch im Deutschunterricht deutsch lernen. Wenn allerdings noch nicht mal ein paar "Brocken" Deutsch beherrscht werden, wird auch dies schwierig.
Wenn die Kinder mit Migrationshintergrund allerdings eine Stunde Deutsch oder gar mehrere hinter sich haben, ist es für sie von enormer Bedeutung, gerade in der Pause, die ja nun mal auch gerade für die kurzzeitige Erholung konzipiert ist, sich auch tatsächlich ausruhen zu können, das heißt, abschalten zu können, sich in ihrer automatisierten Sprache, der Mutter- oder auch Erstsprache genannt, sprechen zu dürfen. Diese Kinder brauchen doch genauso eine Pause, wie die deutschen Kinder, wenn nicht noch mehr, da sie die ganze Zeit über die doppelte Arbeit leisten müssen.
Denn eine fremde Sprache funktioniert immer erst über die eigene Sprache. D.h. wenn man eine Fremdsprache spricht bzw. sie verwenden will oder sie nur hört, geht "der Weg" im Kopf immer erst über die evtl. zuvor gelernte Fremdsprache oder die Mutersprache, bevor man sich artikulieren kann oder überhaupt erst einmal versteht. Die Kinder brauchen also eine Weile, um Bedeutungen, Wörter und Erfahrungen abzurufen und sie anschl. zu dekodieren. Deshalb sollte man diesen Kindern unbedingt Zeit lassen.
Hinzu kommt noch, dass bei einem Verbot die Gefahr besteht, das diese Kinder durch eine ständige (Über-)Forderung eine Fehlerangst entwickeln, die wiederum zu einer Verstummung führen kann.
Aber auch die Angst die Muttersprache sei weniger wert, weniger anerkannt, als die deutsche Sprache, wenn sie sogar in den Pausen verboten wird.

Wie ihr seht gibt es also eine Menge Dinge, die gegen ein solch pauschales Verbot sprechen. Wenn ihr ein bisschen darüber nachdenkt, fallen euch bestimmt auch noch ein paar Dinge mehr ein. Vielleicht auch ein paar dafür, aber eines sollte klar geworden sein, mit platten Sprüchen wie "wir sidn doch hier in Deutschland, da haben die ausländishcne Kinder auhc Deutsch zu sprechen" ist es nicht getan. Es gibt vieles zu berücksichtigen..

Freitag, 18. November 2005

Salut et bienvenu

... in meinem, wie mir scheint doch noch recht wackligen Weblog.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit solch' technischen Dingen bis jetzt nicht wirklich viel am Hut hatte. Aber immerhin habe ichs schon geschafft meinen Weblog anzumelden und bis hierhin zu "errichten".
Okay, ich gebs zu, gerade im Hinblick auf die Weblogs der Kommiliton(inn)en, die schon länger dabei sind, habe ich noch ein großes Stück Arbeit vor mir, aber ihr wisst ja: "gut Ding braucht Weile"... : )
Ich besuche in diesem Wintersemster 2005/2006 zwei schulpädagogische Seminare bei Herrn Schmid und Herrn Sappert, in denen wir mit Weblogs arbeiten. Deshalb findet Ihr (hoffentlich in Kürze- so hab ichs jedenfalls geplant) unter dem Link "Menü" jeweils einen weiteren Link zum Seminar "Intelligenz und Begabung" sowie zum Seminar "Information und Kommuniktion".

Zu Tipps und Anregungen, sowie Kommentaren bezüglich der Seminare, meines Weblogs u.ä. seid ihr hiermit Herzlich eingeladen...

Sinje Waldschmidt

Schulpädagogik

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